Vier von fünf Sternen erhielt der neuen Honda Prelude von „auto, motor und sport“ (Ausgabe 11/2026) nach einem Fahrtest. „Kein Sportwagen für seltene Rennstreckentage - der Prelude beschwingt jede Landstraße und mit hoher Effizienz, erstaunlichem Komfort und Nutzgeschick alle Alltage. Ein Fest!“, so das Urteil.
Er lege nach einem Vierteljahrhundert Pause ein Comeback hin. Der Prelude sei das Auto, das uns gerade noch gefehlt hat: ein Sportcoupé um die 4,5 Meter und 50.000 Euro. Allein dass es das mal wieder gebe... In diesem Umkreis würden sonst nur noch BMW Zweier und Vierer herum kurven. Hondas Ingenieure hätten den Prelude auf Höhe der Zeit evolutioniert.
Motorisiert werde der Neue mit der Antriebskommune des Civic e:HV. Bei der verstehe sich der Zweiliter-Sauger vor allem als Dienstleister zur Hervorbringung von Energie, die - wie die per Rekuperation eingesammelte Bewegungsenergie - ein 72-zelliger Lithium-Ionen-Akku verwahre, damit sich der E-Motor aus ihr bedienen kann. Kurze Wegstücke überstromere der Vollhybrid. „Andererseits kann auch der Verbrenner den Prelude allein voranbringen - bei höherem Tempo klinkt ihn eine Überbrückungskupplung direkt ins Antriebsgeschehen an die Vorderräder. Das muntere Treiben der Antriebe, ihr Allein und Gemeinsam, verkuppelt oder verkabelt, orchestriert das System vollautomatisch. Und das ziemlich hervorragend“, lobt das Magazin.
Zudem arrangierten die Fahrmodi die Schaffenskraft des Antriebs in wohlabgestimmten Schwerpunkten. Auf Comfort gehe es sanft, nicht luschig voran, dazu effizient. Dabei beeindrucke das Sparpotential im Pendlerverbrauch von 6,0 l S/100 km und im Testschnitt von 6,4 l mehr als auf der größtenteils über Land zusammengekurvten Eco-Runde. (5,1 l)
Im GT-Modus gelange der Hybrid zu einer Drangfülle, deren Ausgewogenheit das Geruhsame verlässt, doch das Überbordende meidet. „Das erreicht auch der Sportmodus nicht, doch schafft der ein Leistungs- und Kraftensemble für das große, heitere Lustspiel der Landstraße. Dort lässt sich auch das S+Shift-System auf die Bühne bitten. Es simuliert acht Gangstufen, die sich über die sonst für die Reku-Intensität genutzten Lenkrad-Paddel durchflippern lassen. Dazu illusioniert das System kleine Gangrucke beim Hochschalten, stimmt beim Zurückschalten einen kurzen Zwischengas-Tusch an“, erläutert „auto, motor und sport“.
Im GT-Modus würden sich die Kennlinien von Lenkung, Antrieb, Klang und Adaptivdämpfern zu beschwingter Präzisionsharmonie vollenden. Alles passe: die impulsive, nie zappelige Direktheit der Lenkung samt ihrer wohlzitierenden Rückmeldung. Die Dämpfer strafften sich, ohne die im Comfort-Modus beflissenen Federungsmanieren verlottern zu lassen. Stattdessen trimme sich das Set-up perfekt für Landstraßen-, gar Autobahntouren: zu verbundener Innigkeit gestrafft, aufbaukontrolliert, aber mit wohlgewogenem Ansprechen auf und Aussortieren von Unebenheiten. Schließlich die trotz allen Handling-Frohsinns stabil-versierte Fahrsicherheit: „So kurvst du im Prelude über Land, ganz und gar wunderbar ins Fahren vertieft, peilst Kurvenlinien über die Kanten der Radläufe an - trotz der tiefen Sitzposition mit bester Aussicht, da die A-Säulen sich manchmal schmal machen. (konjunkturmotor.de - Redaktionsdienst, KK, Mai 2026)
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